Dienstag, 8. April 2014

Rezension zu" Guatemala der weite Weg ins Licht" von Günter Christian Moller

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 21.11.2013
  • Aktuelle Ausgabe : 21.11.2013
  • Verlag : tredition
  • ISBN: 9783849568696
  • Flexibler Einband: 304 Seiten
  • Sprache: Deutsch/als Ebook erhältlich
  • Genre: Kinderbuch/Jugendbuch            
                      

Guatemala
Der fünfzehnjährige Marco erwacht in einem winzigen Schuppen, in dem er gefangen gehalten wird. Als er entsetzt merkt, dass das Wasser nach einem starken Regenguss sein kleines Gefängnis mehr und mehr überflutet, gelingt es ihm trotz starker Übelkeit, von dort zu fliehen. Sogar einen Hochspannungszaun kann er durch einen glücklichen Zufall überwinden. Seine Flucht bleibt allerdings nicht unbemerkt und die Verfolger versuchen mit allen Mitteln, ihn wieder in ihre Hände zu bekommen. Als ihm schon Hunde auf den Fersen sind und er droht, in einem See zu ertrinken, wird er von Carla und ihrem Großvater gerettet. Er kann sich weder an seinen Namen, noch an seine Vergangenheit erinnern. Offensichtlich wurde sein Gedächtnis manipuliert, denn die Farm, auf der er gefangen gehalten wurde, hat den Ruf, dass die Gefangenen dort gefoltert und mit Medikamenten gefügig gemacht werden. Sie gehört einem reichen Landbesitzer, der vor nichts zurückzuschrecken scheint. Denn bald darauf wird auch Carlas Großmutter entführt, und kurz danach der Großvater verwundet. Plötzlich sind die beiden Jugendlichen auf sich allein gestellt. Zwei Jugendliche, die fortan gnadenlos gejagt werden, versuchen, ihre Familien zu finden. Ein schwieriges Vorhaben in einem Land, in dem Geld mehr bedeutet als Recht, und in dem der Schatten der Folter selbst die Kinder bedroht. Die Flucht führt sie schließlich über die Grenze nach Mexiko. Doch selbst dort ist ihre Reise noch nicht zu Ende, denn ein Familiengeheimnis, bei dem es um viel Geld geht, bedroht Marcos Leben. Eine Gratwanderung zwischen Liebe, Tränen, Verzweiflung und Glück.


Als ich dieses Buch bei lovelybooks in einer Leserunde entdeckt habe, hat mich die Inhaltsangabe sofort begeistert. Ich dachte sofort, dass ist etwas für mich.
Eine Junge, der sein Gedächtnis verloren hat und gefangen gehalten wird, und ich als Leser würde ihn auf seiner Flucht begleiten. So weit so gut. Der Anfang des Buches war dann auch wirklich gelungen. Obwohl dort auch meiner Meinung nach, schon einiges zu glatt lief.
So nach und nach entkommen Marco und Carla aber immer wieder ihren Verfolgern, ohne große Probleme. Sie schaffen es aus jedem Raum und Gemäuer in dem sie eingesperrt werden, zu entkommen. Genauso gelingt es ihnen überall einzudringen, ohne Nachbarn oder dergleichen auf sich aufmerksam zu machen.
All diese Situationen häufen sich zusehends und machen die Story dann ziemlich unglaubwürdig.Insgesamt war mir die ganze Geschichte dann einfach zu oberflächlich.

Günter Christian Moller hat einen leicht und flüssig zu lesenden Schreibstil, der mir wirklich gut gefallen hat. Also genau richtig für ein Kinder und Jugendbuch, ohne große Wortspielerei und Schnörkel.

Die Charaktere bleiben mir leider zu blass und Oberflächlich. Ihre Handlungen waren  meiner Meinung nach zu voraussehbar und teilweise nicht realistisch genug. Ich hätte Marco und Carla gerne näher kennen gelernt, so das ich eine Beziehung zu ihnen hätte aufbauen können. Doch das konnte ich leider nicht, was ich sehr schade fand.


Eine wirklich gute Thematik und viel Potenzial, dass leider nicht ganz ausgeschöpft wurde. Die Charaktere blieben zu blass  und  deren Handlungen zum Teil unrealistisch. Deshalb kann ich hier schweren Herzens nur gute zwei von fünf Leseratten vergeben.


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