Donnerstag, 2. Januar 2014

Rezension zu "Die Früchte am Ende des Zweiges" von Susanne Rocholl



  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 18.11.2013
  • Aktuelle Ausgabe : 18.11.2013
  • Verlag : Edition Contra-Bass
  • ISBN: 9783943446104
  • Flexibler Einband: 256 Seiten
  • Sprache: Deutsch / Als eBook verfügbar
  • Genre: Romane


Die junge,selbstbewusste und zielstrebige Iranerin, Nasrin, verlässt schon mit 18 Jahren ihre Heimat, um in Deutschland ein Studium als Ingenieurin zu absolvieren.Ihr Eltern sind zu Glück sehr tolerant.Vor allem ihr Vater; Nasser ist sehr stolz auf seine Tochter. Jahre später, holt sie auch ihre jüngere Schwester Latife nach Deutschland. Diese kommt aber mit dem westlichen Leben  nicht zurecht.Sie hängt weiterhin an ihren Traditionen und kann sich nicht wirklich anpassen.Zumal sie auch weitgehend von Nasrin abhängig ist.Nasrin ist inzwischen eine sehr erfolgreiche Geschäftsfrau und mit dem Archäologen,Hendrik verheiratet sie  hat mit ihm eine gemeinsame Tochter. Auch Hendriks Sohn aus erster Ehe,lebt mit ihnen in einem sehr komfortablen,Kölner Penthousewohnung.Doch Nasrins Karriere hat leider auch ihre Kehrseiten.Denn ihre Mitmenschen leiden unter ihrem Drang nach Erfolg und Ansehen.Immer wieder stellt sie die Karriere in den Vordergrund und verliert den Blick für die Menschen, die sie wirklich lieben.Und dieses bleibt nicht ohne schwerwiegende Folgen.


Die Früchte am Ende des Zweiges, ist der erste Roman der Autorin, Susanne Rocholl. In diesem schildert sie uns den Weg, den die junge Iranerin Nasrin geht, um sich selbst zu verwirklichen und Karriere in einem fremden Land zu machen.
"Nasrin leidet sehr darunter, das ihr Zwillingsbruder, bei ihrer Geburt, gestorben ist". (So wird es zumindest kurz erwähnt und dann von der Autorin, in der Leserunde, noch mal extra darauf hin gewiesen.) Sie versucht all die Jahre ihren Eltern, besonders ihren Vater, stolz zu machen und nimmt somit unbewusst, die Stelle ihres verstorbenen Bruders ein.
Als es ihr soweit gelungen ist, sich Karriere und Wohlstand in Deutschland zu erarbeiten,sie verheiratete ist und eine Tochter bekommen hat, möchte sie auch ihre Schwester Latife nach Deutschland holen.
Doch diese stellt sich im Nachhinein, als großer Fehler raus. den ihre Schwester kann mit den westlichen Traditionen und dem Leben, fern ab der Heimat, nicht viel anfangen. Zumal sie auch von Nasrin abhängig ist und es nicht wirklich schafft, ein selbständiges Leben aufzubauen.
Zu guter Letzt, wird Nasrin ihr  Erfolgszwang zum Verhängnis, und sie verletzt die Menschen, die ihr am meisten bedeuten, nur um sich selbst zu verwirklichen.


Das Buch wurde mit mehreren Lesern in einer Leserunde gelesen und wir hatten einen regen Austausch und die verschiedensten Ansichten über Nasrin und ihren Erfolgsdrang.Zu guter Letzt, kann ich nur sagen, das ich eine andere Sichtweise auf Nasrins erhalten habe, wie die Autorin es eigentlich vermitteln wollte. Das Buch ist trotzdem  schön geschrieben und für den Leser, schnell und zügig zu lesen. Leider kam mir der Aspekt, der in diesem Buch eigentlich vorrangig sein sollte, nämlich, dass die Protagonistin Nasrin unter einem Trauma leidet, wegen dem Tod ihres Zwillingsbruders,nicht so deutlich rüber, wie es  von der Autorin gewollt war. Für mich war Nasrins Verhalten einfach als purer Egoismus zu verstehen.Aber im Ganzen gesehen ein guter  Roman mit einer wirklich guten Story, auch wenn ich mich mit der Protagonistin zu keiner  Zeit  anfreunden konnte. Das Buch bekommt von mir noch drei von fünf Leseratten.(Wenn man außen vor lässt, das die Autorin eigentlich etwas anderes vermitteln wollte.)






Kommentare:

  1. Schade, dass dir das Buch nicht ganz so zugesprochen hat. :) Tolle Rezension!
    Lieben Dank ich wünsche dir auch ein ganz tolles, erfolgreiches, neues Jahr!
    <3
    Catherine

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  2. Der Kommentar wurde von einem Blog-Administrator entfernt.

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